Serçavan. Bei meinen Augen - Pressespiegel

Felicitas Kruse hat die Varols für ihr neues Buch „Serçavan – Bei meinen Augen“ besucht, interviewt und portraitiert: die Eltern bei ihrem von einer aussterbenden Tradition geprägten Alltag, Sohn Yasar, der in Wien Medizin studiert, und Tochter Nedime, die in Stuttgart als Putzfrau arbeitet. Keine dieser hektisch-lifestyligen Reportagen, sondern ein ausführlicher und einfühlsamer Fotoessay mit beeindruckenden Bildern und Texten.
Falter – Stadtzeitung Wien, 2003

Ein gewagter Versuch, ein geglücktes Ergebnis: In „Serçavan –Bei meinen Augen“ hat die Wiener Fotoreporterin Felicitas Kruse ein Land portraitiert, das auf keiner Landkarte eingezeichnet ist, das von der offiziellen Politik seit Jahrzehnten totgeschwiegen wird. Gewagt ist das Vorhaben, weil man einen weithin unbekannten Landstrich – das auf mehreren Hügeln verstreute Dorf Kîmsor im kurdischen Gebiet der Türkei – ohne Not zur weltvergessenen Idylle stilisieren könnte. Geglückt ist der Band, weil Kruse schlicht den Alltag einer Familie darstellt: sachlich, nüchtern, ohne je marktschreierisch zu sein.
Profil – Das Nachrichtenmagazin, 2003

Ein Jahr lang hat die österreichische Fotografin Felicitas Kruse die Familie an allen genannten Orten immer wieder besucht, hat Gespräche geführt und naturgemäß fotografiert. "Serçavan. Bei meinen Augen" heißen eine Ausstellung und ein Buch mit Kruses einfühlsam-sachlichen Bericht. Eine Reportage, die in Wort und Bild jene Distanz wahrt, die Perspektiven öffnet und nicht manipulativ verengt. Ein unprätentiöses Dokument. (...) "Serçavan" lässt die Menschen direkt zu Wort kommen, Mutter, Vater, Sohn und Tochter. Ihre Berichte und Kruses eindrucksvolle, niemals vordergründig um das Pittoreske bemühte Farbfotografien ergeben das Bild einer multikulturellen, globalisierten Welt mit nach wie vor starken regionalen Konturen. Deren Gefährdung verschweigt "Serçavan" nicht.
Kleine Zeitung, 2004


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